INNOVA
 
 
   
  Die Innova 2010 ist vergeben:

Die Firma Wärmetechnik Quedlinburg Klimabau GmbH freut sich über Skulptur, Urkunde und Erfolg im Harzer Innovationswettbewerb.

Umweltminister Aeikens bekannte auf der Innova-Gala, er freue sich besonders über das prämierte Unternehmen.

Drei Finalisten, ein Preisträger –und doch drei Gewinner:
Im Harzer Innovationswettbewerb von Hochschule Harz, Ostharzer Volksbank eG und Volksstimme fühlte sich keines der Unternehmen als Verlierer, das zu den Nominierten gehörte.
Die Innova ging in diesem Jahr nach Quedlinburg, für eine Klimaanlage, die gleichzeitig Wärme und Kälte produziert und damit Ressourcen und die Umwelt schont.
Sowohl „Katronic“-Chef Karsten Frahn als auch Franz Mnich als „Microvista“ Geschäftsführer bekannten, dass sie sich über den Finaleinzug freuten. Und zumindest Mnich kündigte bereits an, am 6. Harzer Innovationswettbewerb im Jahr 2012 teilnehmen zu wollen.

Zu den Gästen der „Innova-Gala“ auf Schloß Wernigerode gehörte Martin Montowski, er hatte 2008 die Innova gewonnen. Über seinen Nachfolger sagte der Geschäftsführer des Elbingeröder Diakonie-Krankenhauses: „Ich freue mich über diesen Preisträger aus mehreren Gründen. Die technologische Idee spricht für sich, und ich bin zufrieden, dass ein traditionsreiches Unternehmen erfolgreich ist, das schon einige Hochs und Tiefs erlebt und dabei alle Herausforderungen gemeistert hat.“

Wärmetechnik Geschäftsführer Franz Scheffel war sichtlich überrascht, den Preis gewonnen zu haben. In seiner Dankesrede hob er hervor, dass die Innova der Erfolg der gesamten Belegschaft sei. Die Techniker der Firma Wärmetechnik Quedlinburg Klimatechnik GmbH haben ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe Wärme und Kälte gleichzeitig mit nur einem Gerät erzeugt werden kann. Wie Geschäftsführer Franz Scheffel die Juroren der Hochschule Harz, der Ostharzer Volksbank und der Volksstimme informierte, werde in diesen Tagen die Entwicklung an der Bewerbung um die Innova abgeschlossen. Die Verbindung von thermodynamischen Gesetzen der Kraft-Wärme-Kopplung und der Kälte-Wärme-Kopplung, mit Hilfe einer Gasmotor-Wärmepumpe verwirklicht, bringe eine Reihe von ökonomischen wie gleichermaßen ökologischen Vorteilen.
Laut Scheffel können gleichzeitig drei Kilowatt (kW) Heizwärme und Kälte bereitgestellt werden, dafür müsse lediglich sogenannte Primärenergie von einem Kilowatt aufgewendet werden. Das schone Energieressourcen und verringere den Ausstoß des Klimagases CO2.

Würden alle Supermärkte in Sachsen-Anhalt mit dieser Technik ausgestattet, könnten Energiekosten in achtstelliger Höhe gespart werden, rechnete der Geschäftsführer vor. In einer Versuchsanlage der Magdeburger Guericke-Universität haben die Quedlinburger die Praxistauglichkeit ihrer Innovation unter Beweis stellen können. Ohnehin zeichnet die Klimaexperten in dem 60-Mann-Betrieb (Jahresumsatz 5 Millionen Euro) aus, dass sie eine enge Verbindung zu den Wissenschaftlern pflegen. Für den Beitrag zum Harzer Innovationspreis sind zwei Patente angemeldet worden. Wie Franz Scheffel informierte, werde in den kommenden Wochen eine Anlage nach Niedersachsen verkauft, die 5 kW Kälte und 67 kW Wärme erzeuge, spätestens nach 4,5 Jahren habe sich die 350.000 Euro teure Anlage amortisiert. Der unternehmerische Erfolg der Quedlinburger sei aber auch von Entscheidungen zum Atomstrom in Deutschland abhängig, ebenso wie der Plan, mit der neuen Anlage bis zu zehn neue Arbeitsplätze zu schaffen. Franz Scheffel gibt sich zuversichtlich: „Energieeffizienz lässt sich nicht aufhalten.“

Das Unternehmen setzte sich gegen 14 Konkurrenten aus dem Harzkreis und Salzlandkreis durch, die sich ebenfalls um die mit 10.000 Euro dotierte Innova beworben hatten. Auslober des höchstdotierten Wirtschaftspreises in Sachsen-Anhalt sind die Ostharzer Volksbank eG, die Hochschule Harz und die Harzer Volksstimme.
Im nächsten Jahr startet der neue Wettbewerb um die "Innova".

   
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